Energiepreise 2026: Gegensteuern ohne Investitionen

Das neue Jahr ist da – und mit ihm der Blick auf Abschläge und Nebenkosten. 2026 wirken mehrere Faktoren gleichzeitig:

  • CO₂-Preis: Der nationale Emissionshandel läuft in einer Versteigerungsphase mit einem Preiskorridor von 55 bis 65 €/t CO₂.
  • Strom: Die Strom-Netzentgelte sinken rechnerisch durch staatliche Entlastung. Ob und wie stark das bei dir ankommt, hängt vom Tarif/Anbieter und regionalen Netzentgelten ab.
  • Gas: Die Gasspeicherumlage entfällt ab 01.01.2026 – gleichzeitig können Gas-Netzentgelte regional steigen.

Die gute Nachricht: Du musst nicht sofort Tausende Euro in Wärmepumpe oder Dämmung stecken. Die größten Hebel ohne Investition sind fast immer: richtig regeln statt „auf Verdacht“ heizen, Vorlauftemperatur runter (wo erlaubt), Warmwasserverluste senken, Lüftung und Feuchte im Griff behalten.


Kurz & bündig: Sofort-Checkliste (die 30-Minuten-Runde)

  • Thermostate korrekt nutzen: Stufe 3 ≈ 20 °C (Richtwert). Stufe 5 macht nicht schneller warm – nur später wieder kalt.
  • Heizkurve/Vorlauftemperatur prüfen (nur Eigentümer / nur wenn Zugriff erlaubt): Ziel ist „so niedrig wie möglich, so hoch wie nötig“.
  • Fensterdichtungen prüfen: Papiertest (Papier einklemmen – lässt es sich leicht ziehen, ist es undicht).
  • Warmwasser sinnvoll einstellen: Speicher nicht unnötig auf 65–70 °C „parken“ – Hygiene/Betreiberpflichten beachten (siehe Warmwasser).
  • Stoß-/Querlüften statt dauerhaft gekippt: kurz und intensiv lüften – nicht stundenlang „auf Kipp“.

Mieter oder Immobilienbesitzer? Was du anfassen darfst (und was nicht)

Viele Tipps scheitern nicht an der Technik, sondern daran, dass man an der falschen Stelle dreht. Darum einmal klar getrennt:

Als Mieter (typisch möglich)

  • Thermostate einstellen (wohnungsintern)
  • Richtig lüften / Raumtemperatur sinnvoll wählen
  • Warmwasserverbrauch reduzieren (Duschzeit, Komforttemperatur am Duschkopf)
  • Standby/Verbraucher reduzieren (Schaltsteckdosen, echte Nutzung)
  • Mit Vermieter/Hausverwaltung sprechen, wenn du systemische Ursachen vermutest (Heizkurve zu hoch, Zirkulation 24/7 etc.)

Als Immobilienbesitzer / Betreiber (zusätzlich möglich)

  • Heizkurve / Vorlauftemperatur / Regelungsparameter optimieren
  • Zirkulationszeiten und Warmwasser-Temperaturen festlegen (insbesondere bei zentralen Anlagen: Betreiberpflichten beachten)
  • Pumpenbetrieb prüfen (Stufe/Automatik – abhängig vom Pumpentyp)
  • Ursachenanalyse bei Problemen (hydraulisch, Ventile, Strangregulierung)

Tipp für Mieter: Wenn du Einsparpotenzial bei Heizkurve oder Zirkulation vermutest, hilft oft eine kurze, sachliche Nachricht:
„Maßnahme senkt Kosten für alle, ohne Investition – bitte prüfen lassen.“


Der größte Hebel: Raumwärme (Heizung richtig betreiben)

Raumwärme ist in Haushalten sehr häufig der größte Energieposten. Entsprechend lohnt sich hier Optimierung am meisten – und sie kostet oft nur: Aufmerksamkeit plus Geduld.


1) Mythos Thermostat: „Auf 5 wird’s schneller warm“ – nein

Ein Thermostat ist kein Wasserhahn. Es ist ein Regler: Es öffnet das Ventil, bis die Zieltemperatur erreicht ist – dann drosselt es automatisch.

  • Stufe 3 entspricht typischerweise etwa 20 °C (Richtwert; je nach Fabrikat leicht anders).
  • Stufe 5 bedeutet: Zieltemperatur sehr hoch. Der Heizkörper heizt nicht „Turbo“, sondern heizt nur länger weiter, bis der Raum überhitzt.

Praxis-Empfehlung:

  • Wohnräume meist Stufe 3
  • Schlafzimmer häufig Stufe 2 – aber: Feuchte im Blick behalten (zu kalte Räume + hohe Luftfeuchte = Schimmelrisiko)

Faustregel: 1 °C weniger spart oft spürbar – aber nur, wenn die durchschnittliche Raumtemperatur wirklich dauerhaft sinkt (nicht nur „kurz mal“).


2) Für Immobilienbesitzer: Heizkurve / Vorlauftemperatur optimieren (0 € – mit großem Effekt)

Werkseinstellungen sind oft Sicherheitswerte: lieber zu warm als Reklamation. Das kostet Effizienz:

  • Brennwertgeräte: niedrigere Vorlauftemperaturen verbessern die Kondensation → besserer Nutzungsgrad
  • Wärmepumpen: niedrigere Vorlauftemperaturen erhöhen die Effizienz → weniger Strom
  • Allgemein: weniger Takten, weniger Verteilverluste, ruhigerer Betrieb
Ein Liniendiagramm mit zwei Kurven. X-Achse: Außentemperatur von +20 bis -20 Grad. Y-Achse: Vorlauftemperatur. Die obere Kurve (rot) ist steil („Verschwendung“), die untere Kurve (grün) ist flacher („Optimiert“).

Vorgehensweise (bewährt & sicher)

  1. Kalten Tag abwarten (ideal < 5 °C).
  2. Referenzraum wählen (z. B. Wohnzimmer).
  3. Thermostat im Referenzraum voll öffnen, damit das Ventil nicht „gegenregelt“.
  4. Erst Neigung/Steilheit in kleinen Schritten senken, danach ggf. Niveau/Parallelverschiebung.
  5. Nach jeder Änderung warten: Heizkörperanlage mind. 24 h, Fußbodenheizung oft 24–48 h (Trägheit!).
  6. Ziel: Wunschtemperatur wird gerade so erreicht – ohne „Reserve-Overkill“.
  7. Notizen machen: Datum, Außentemperatur, Einstellung, Raumgefühl/Temperatur.

Wichtig: Nicht blind absenken. Wenn einzelne Räume nicht warm werden: erst Ursachen prüfen (Thermostat/ Ventil, Luft im Heizkörper, hydraulische Themen), nicht sofort die Kurve wieder hochreißen.


3) Richtig lüften: Wärme drinlassen, Feuchte rausbekommen

Das Problem ist selten „Lüften“, sondern fast immer dauerhaft gekippte Fenster: Es kühlt Bauteile aus, verbraucht Heizenergie und kann Schimmel begünstigen.

Vergleich von zwei Fenstern. Links (Kippen): Fenster gekippt. Rote Pfeile (Wärme) entweichen dauerhaft nach oben, blaue Pfeile (Frischluft) kommen kaum rein. Wand um das Fenster ist blau (kalt/Schimmelgefahr). Text: „Dauer: 60 Min, Luftaustausch: gering, Energieverlust: hoch“. Rechts (Stoßlüften): Fenster weit offen. Große blaue und rote Pfeile zeigen schnellen Austausch. Wände bleiben warm (rot/orange). Text: „Dauer: 5 Min, Luftaustausch: komplett, Energieverlust: gering“.

Die praktische Regel (Winter)

  1. Heizkörperventil kurz runter (oder zu).
  2. Fenster komplett auf – ideal: Querlüftung.
  3. 5–10 Minuten (je nach Wind/Temperatur).
  4. Fenster zu, Heizkörper wieder normal.

Warum das klappt: Winterluft enthält oft weniger Wasser (absolute Feuchte). Erwärmt sie sich innen, sinkt die relative Feuchte – sie kann Feuchtigkeit aufnehmen und „mitnehmen“.

Profi-Tipp (fast ohne Kosten): Ein kleines Hygrometer macht’s objektiv. Wenn du dauerhaft über ca. 60 % r.F. liegst, brauchst du entweder mehr Lüftung, weniger Feuchtequellen – oder beides.


Warmwasser: unterschätzt – weil man es nicht „sieht“

Nach Raumwärme ist Warmwasser häufig der nächste große Posten. Die größten Verluste entstehen nicht beim Duschen, sondern durch Bereitschaft (Speicher warm halten) und Zirkulation (Wärme wandert ständig durch Leitungen).


1) Speichertemperatur – aber bitte mit Hygiene-Verstand

Viele Speicher laufen „auf Verdacht“ bei 65–70 °C. Das erhöht Bereitschaftsverluste. Gleichzeitig gilt: Trinkwarmwasser ist kein Spielplatz – je nach Anlage bestehen Betreiberpflichten.

  • Ein-/Zweifamilienhaus: 60 °C am Speicher ist ein häufiger Praxiswert mit guter Hygienesicherheit.
  • Mehrfamilienhaus/Zentralanlage: Einstellungen nur durch Betreiber/Fachfirma; Anforderungen aus Regelwerken (z. B. DVGW) beachten.

Merker: Je größer/zentraler die Anlage, desto weniger „Try & Error“. Hier ist dokumentiertes Vorgehen Pflicht.


2) Zirkulation: Laufzeiten auf echte Nutzung begrenzen

Wenn eine Zirkulationspumpe 24/7 läuft, passiert Folgendes:

  • Stromverbrauch (meist nicht riesig, aber dauerhaft)
  • vor allem Wärmeverluste über die Leitungen

Hebel: Laufzeiten an Nutzungszeiten koppeln (z. B. morgens und abends). Komfort und Hygiene sind dabei abzuwägen – besonders in zentralen Anlagen.


Strom: versteckte Verbraucher eliminieren

Auch wenn 2026 Entlastungen bei Strom möglich sind: Jede nicht verbrauchte kWh ist die sicherste Ersparnis.


1) Heizungspumpe im Bestand (wenn Stufenschalter vorhanden)

In vielen Altanlagen laufen Pumpen unnötig hoch. Wenn deine Pumpe Stufen (1/2/3) hat:

  1. Stufe eine Stufe runter.
  2. Prüfen: Werden alle Heizkörper warm? Gibt es Strömungsgeräusche?
  3. Wenn alles stabil: Einstellung beibehalten.

Hinweis: Moderne Hocheffizienzpumpen haben meist Automatik/Display – dort gelten andere Regeln (nicht „blind“ verstellen).


2) Standby-Verluste: die üblichen Verdächtigen

Router, TV, Konsolen, Receiver, smarte Zusatzgeräte: einzeln wenig – zusammen oft überraschend viel. Schaltbare Steckdosen/Leisten helfen, aber nur, wenn man sie nutzt.

Pragmatisch: Ein Zwischenstecker-Messgerät zeigt dir in 2 Minuten, was sich wirklich lohnt.


Typische Fehler (und wie man sie vermeidet)

  • Heizung komplett aus bei Abwesenheit: Auskühlung kann Nachheizenergie erhöhen; Feuchte-/Schimmelrisiko steigt.
    → Besser: Absenken statt „Aus“ (z. B. 16–17 °C), abhängig vom Gebäude.
  • Wäsche auf dem Heizkörper: Thermostat „sieht“ Wärme, Ventil schließt zu früh; Feuchte muss rausgelüftet werden.
    → Besser: Heizkörper frei lassen, Wäsche im Raum – gezielt stoßlüften.
  • Heizkörper zugestellt/verkleidet: Konvektion gestört – Wärme kommt nicht in den Raum.
    → Besser: Abstand halten (Orientierung: ~30 cm).
  • Programmierung ignoriert (wo vorhanden): Leere Räume werden beheizt.
    → Besser: Heizzeiten an Anwesenheit koppeln (oder manuell diszipliniert regeln).
  • Einhebelmischer „in der Mitte“: Warmwasser wird angefordert, kommt aber oft nicht rechtzeitig an – Verlust.
    → Besser: Standard auf „kalt“, Warmwasser bewusst anfordern.

Fazit: Aktiv werden statt Nachzahlen

2026 lässt sich nicht wegignorieren. Aber du kannst mit kostenfreien Maßnahmen messbar gegensteuern – besonders bei Raumwärme und Warmwasserverlusten. Entscheidend ist die richtige Zuständigkeit:

  • Mieter: Nutzerverhalten (Thermostate, Lüften, Warmwasser) + sachliche Kommunikation an Vermieter/Hausverwaltung bei systemischen Themen.
  • Immobilienbesitzer: zusätzlich Heizkurve/Regelung, Zirkulationszeiten, Pumpenbetrieb – mit dokumentiertem Vorgehen.

Empfehlung für alle: 1× pro Monat Zählerstände notieren (Strom/Gas/Wärme). Erst mit Verlauf siehst du, ob Maßnahmen wirklich wirken.

Mieter vs. Eigentümer – wer darf was einstellen?

Mieter:

  • Thermostate in der Wohnung einstellen (Raumtemperatur sinnvoll wählen)
  • Stoß-/Querlüften statt dauerhaft gekippt
  • Warmwasser im Alltag sparen (Duschzeit, Durchfluss, Komforttemperatur)
  • Standby/Verbraucher reduzieren (schaltbare Steckdosen, echte Nutzung)
  • Vermieter/Hausverwaltung informieren, wenn die Anlage „zu heiß“ fährt (z. B. sehr warme Heizkörper trotz milder Witterung)

Immobilienbesitzer / Betreiber:

  • Heizkurve / Vorlauftemperatur / Regelungsparameter optimieren
  • Warmwasser-Speichertemperatur und Zirkulation festlegen (Hygiene-/Betreiberpflichten beachten)
  • Pumpenbetrieb prüfen (Stufen/Automatik je nach Pumpentyp)
  • Ursachen fachlich klären, wenn Räume nicht warm werden (Ventile, Luft, hydraulische Themen)

FAQ: Häufige Fragen zum Energiesparen 2026

1) Lohnt sich ein hydraulischer Abgleich?

In vielen Fällen: ja. Er ist nicht „0 €“, kann aber die Wärmeverteilung verbessern und hilft oft erst dabei, Vorlauftemperaturen dauerhaft zu senken. Vorher die Basics prüfen: entlüftet, Thermostate ok, Heizkörper frei, Heizkurve nicht überzogen.

2) Ist eine nächtliche Abschaltung sinnvoll?

Kommt auf Gebäude und Trägheit an. In vielen Altbauten ist eine Absenkung sinnvoller als „Aus“ (Auskühlung/Feuchte). In sehr gut gedämmten Gebäuden kann „Aus“ funktionieren – aber bitte mit Blick auf Komfort und Feuchte.

3) Was bringen programmierbare Thermostate?

Sie sparen vor allem dann, wenn die manuelle Disziplin fehlt (z. B. tagsüber niemand zuhause). Wer konsequent manuell regelt, kann ähnliche Effekte erreichen.

4) Warum steigen Gas-Netzentgelte teils stark?

Ein häufig genannter Mechanismus: sinkende Durchleitungs-/Absatzmengen bei gleichzeitig hohen Fixkosten der Netze. Das ist regional sehr unterschiedlich – daher schwanken Netzentgelte stark.

5) Sind Infrarotheizungen eine gute Alternative?

Vorsicht: Als 1:1-Ersatz für eine Gasheizung im Altbau sind sie in der Regel wirtschaftlich kritisch. Punktuell (kurz genutzte Räume) oder in sehr gut gedämmten Gebäuden kann das anders aussehen.

6) Darf ich als Mieter die Heizkurve verstellen?

Bei Zentralheizungen typischerweise nein. Bei einer Gasetagenheizung in der Wohnung ist es oft möglich – trotzdem: dokumentiert und schrittweise vorgehen, nicht „wild drehen“.

7) Wie entlüfte ich Heizkörper korrekt?

Thermostate öffnen, Entlüftungsventil mit Schlüssel öffnen bis Wasser austritt. Danach Anlagendruck prüfen (bei Zentralanlagen: Hausmeister/Fachfirma). Wenn Heizkörper trotz Entlüftung nicht warm werden, liegt die Ursache oft woanders (Ventil klemmt, hydraulisch ungünstig, Heizkurve/Niveau).

8) Sind Durchlauferhitzer teurer als zentrale Warmwasserbereitung?

Nicht pauschal. Durchlauferhitzer nutzen teureren Strom, vermeiden aber Speicher- und Zirkulationsverluste. In kleinen Haushalten kann das rechnerisch überraschend gut aussehen – hängt aber stark vom Nutzungsprofil ab.

Azubi-Glossar
Absenkbetrieb: Absenkbetrieb: Beim Absenkbetrieb wird die Raumtemperatur zeitweise reduziert (z. B. nachts oder bei Abwesenheit), statt die Heizung komplett auszuschalten. Das spart oft Energie, ohne dass Wände und Bauteile stark auskühlen.Merksatz fürs Berichtsheft:
  • Absenken ist meist besser als „Aus“, weil Auskühlung Feuchte- und Nachheizprobleme begünstigen kann.
Brennwertgerät: Brennwertgerät: Ein Brennwertkessel nutzt zusätzlich die Wärme aus dem Wasserdampf im Abgas (Kondensation). Je niedriger die Rücklauf- und Vorlauftemperaturen, desto besser kann er diese Zusatzwärme nutzen.Merksatz fürs Berichtsheft:
  • Beim Brennwertgerät gilt: Niedrigere Systemtemperaturen fördern Kondensation und verbessern die Effizienz.
Heizkurve: Heizkurve: Die Heizkurve legt fest, welche Vorlauftemperatur die Heizung bei welcher Außentemperatur liefert. Ist sie zu steil oder zu hoch eingestellt, wird unnötig heiß gefahren und Energie verschwendet.Merksatz fürs Berichtsheft:
  • Die Heizkurve so einstellen, dass die Wunschtemperatur gerade erreicht wird – nicht „mit Sicherheitsreserve“ dauerhaft zu heiß.
Heizkörperthermostat: Heizkörperthermostat: Ein Thermostat regelt die Raumtemperatur automatisch auf einen Zielwert, es ist kein „Geschwindigkeitsregler“. Eine höhere Stufe heizt nicht schneller, sondern nur auf eine höhere Zieltemperatur.Merksatz fürs Berichtsheft:
  • Thermostatstufen sind Zieltemperaturen – „5“ macht nicht schneller warm, sondern heizt länger bis zur Übertemperatur.
Hygrometer: Hygrometer: Ein Hygrometer misst die Luftfeuchtigkeit im Raum und hilft, Lüftung und Schimmelrisiko besser einzuschätzen. Damit werden „Bauchgefühl“ und unnötiges Dauerlüften durch messbare Werte ersetzt.Merksatz fürs Berichtsheft:
  • Mit Hygrometer lässt sich Lüften bedarfsgerecht steuern, weil Feuchte sichtbar und bewertbar wird.
Kipplüftung: Kipplüftung: Kipplüftung bedeutet, das Fenster dauerhaft gekippt zu lassen. Das kann Bauteile stark auskühlen und führt oft zu hohen Wärmeverlusten bei vergleichsweise schlechtem Luftaustausch.Merksatz fürs Berichtsheft:
  • Dauerhaft gekippte Fenster vermeiden, weil Auskühlung und Energieverlust meist ungünstiger sind als kurze, intensive Lüftung.
Mieter vs. Eigentümer: Mieter vs. Eigentümer: Mieter können vor allem Nutzerverhalten beeinflussen (Thermostate, Lüften, Warmwasserverbrauch), während Einstellungen an der Zentralanlage (Heizkurve, Zirkulation) typischerweise dem Eigentümer/Betreiber oder der Fachfirma vorbehalten sind. So wird verhindert, dass sicherheits- oder haftungsrelevante Parameter „wild“ verstellt werden.Merksatz fürs Berichtsheft:
  • Mieter regeln Raum und Nutzung, Eigentümer/Betreiber regeln die Anlage – Ziel ist Einsparung ohne Fehlbedienung an zentralen Einstellungen.
Querlüftung: Querlüftung: Querlüftung bedeutet, gegenüberliegende Fenster/Türen kurzzeitig weit zu öffnen, damit Luft schnell durchströmt. So wird die Luft zügig ausgetauscht, ohne Bauteile unnötig auszukühlen.Merksatz fürs Berichtsheft:
  • Querlüften kurz und kräftig sorgt für schnellen Luftaustausch bei meist geringeren Heizverlusten als Dauerlüften.
Speichertemperatur: Speichertemperatur: Die Speichertemperatur ist die eingestellte Warmwassertemperatur im Trinkwasserspeicher. Zu hohe Temperaturen erhöhen Bereitschaftsverluste, gleichzeitig müssen Hygieneanforderungen je nach Anlage beachtet werden.Merksatz fürs Berichtsheft:
  • Speichertemperatur nicht unnötig hoch einstellen, aber Hygieneanforderungen der Anlage konsequent einhalten.
Vorlauftemperatur: Vorlauftemperatur: Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das vom Wärmeerzeuger in die Heizflächen fließt. Je höher sie ist, desto größer sind meist Verluste und desto schlechter arbeiten viele Systeme effizient.Merksatz fürs Berichtsheft:
  • Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich wählen, damit Erzeuger effizient arbeiten und Verteilverluste sinken.
Zirkulationspumpe: Zirkulationspumpe: Eine Zirkulationspumpe hält Warmwasser in der Leitung in Bewegung, damit es schneller an der Zapfstelle ankommt. Läuft sie dauerhaft, entstehen hohe Wärmeverluste über die Leitungen und zusätzlicher Stromverbrauch.Merksatz fürs Berichtsheft:
  • Zirkulation zeitlich an Nutzung koppeln, damit Komfort bleibt, aber Wärmeverluste und Stromverbrauch begrenzt werden.